Direkt zum Hauptbereich

Ausbau Beteiligung Offshore-Windpark Borkum - wieder Ideologiegeplänkel

Die Stadtwerke Dachau bauen ihre Beteiligung am Offshore-Windpark Borkum aus. Aufgrund der Finanzkrise konnten andere Gesellschafter die Finanzierung nicht mehr aufbringen. Somit bietet sich für die Stadtwerke Dachau nunmehr die Gelegenheit, ihre Beteiligung anzuheben und auszubauen. Der Beschlussvorschlag wurde in der letzten Werkausschusssitzung einstimmig angenommen.

Zu diesem Tagesordnungspunkt kam es wieder zu dem üblichen ideologischen grünen Geplänkel über die ebenfalls bestehende Beteiligung der Stadtwerke Dachau an Steinkohlekraftwerken. Es wurden wieder eifrig Gutachten erwähnt, welche allesamt die Unwirtschaftlichkeit dieser Projekte bestätigen. Natürlich Gutachten zum Beispiel im Auftrag des Bundesverbandes für erneuerbare Energien und anderer interessierter Kreise. So hat eben jeder ein Gutachten, das zu ihm passt und das ihm am besten gefällt.

Auch in dieser Sitzung konnten Werkleitung, CSU und SPD mit ihrer Forderung nach einem breiten Energiemix mit mittel- und langfristigem Ausbau der erneuerbaren Energien den „grünen Flügel“ nicht überzeugen, leider.

 

Kommentare

  1. Hallo Christian, und was ist mit dem Gutachten der WEST LB, immerhin ist das der Finanzier des Kohlekraftwerks in Lünen mit Dachauer Beteiligung. Die WEST LB kommt zu dem Ergebnis, dass neue Kohlekraftwerke unwirtschaftlich sind.

    Ist das auch irgendein Gutachten?

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Christian,

    es ist vollkommen klar, dass man sich Gutachten so aussuchen kann, dass sie passen. Bitte bedenke dabei aber die Masse an Gutachten die mittlerweile kursieren. Und es sind jetzt nicht mehr nur der Bund Naturschutz oder Greenpeace!! Ein Frauenhofer Institut hat immerhin einen Namen zu verlieren. Und die WestLB ist sicher von niemanden beauftragt worden und wird wahrscheinlich niemehr ein Kohlekraftwerk finanzieren.

    Übrigends: Die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Trianel ist doch auch nur eine Prognose. Es gibt niemanden der heute seriös behaupten kann, dass neue Kohlekraftwerke wirtschaftlich sind.

    Schau Dir doch mal das WestLB Gutachten an:
    Gestehungskosten für eine MWh Kohlestrom 66 EUR bei gleichbleibenden Kohlepreis und CO2 Preis von 25 EUR,
    Gestehungskosten für eine MWh Windstrom 66 EUR bei 0 EUR Primärenergiepreis in alle Ewigkeit.

    Das sind doch keine Hirngespinste des "grünen Flügels"... das schreibt die WestLB.
    Schönen Gruß

    Michael Eisenmann

    AntwortenLöschen
  3. grüß gott,

    haben sie sich eigentlich schonmal gedanken gemacht, welche folgen ihr handeln auch auf lokaler ebene haben wird? haben sie sich schonmal gedanken gemacht, daß selbst ihre nachfolger im geiste sie verfluchen werden, wenn sie in spätestens in vierzig jahren vor dem scherbenhaufen stehen, den ihr jetziger strukturkonservativismus verursacht hat und den konservativismus an sich, der in einigen punkten sogar unterstützenswürdig ist, unmöglich werden wird? ein komplettumbau der gesellschaft wird nötig sein, der verzicht in einem derartigen maße einschließen wird, daß von wohlstand keine rede mehr sein kann. der reine konservativismus setzt die bewahrung der schöpfung voraus, was leider der strukturkonservativismus, den sie hier durch ihren strommix fordern, verhindert. ein langfristiges umschwenken auf erneuerbare energien kann man sich schenken, denn dann ist es zu spät. ausnahmsweise muß die menschheit fünfzig jahre radikaler handeln, als sie es sich vielleicht wünschen, aber als (womöglich künftiger?) familienvater können sie es doch ihren kindern gegenüber nicht verantworten, sie, wenn sie erwachsen sind, einer äußerst aussichtslosen zukunft in armut zu übergeben. denken sie einmal darüber nach, daß jede minute, die sie an ihrem pc sitzen, daß jeder kilometer, den sie mit dem auto fahren, daß jeder fernsehabend dazu beiträgt, daß es künftigen generationen schlechter geht. haben sie nicht das bedürfnis, das zu ändern?

    in guter hoffnung,
    samuel raz

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Stadtwerke Dachau: Energiekonzept als Leitbild

Im Werkausschuss wurde auf der letzten Sitzung das Energiekonzept vorgestellt. Dabei wurde ein Szenario als Leitbild entwickelt, welches bis zum Jahre 2025 einen Anteil an Windkraft Onshore von 35 Prozent vorsieht. Nach den aktuellen Rahmenbedingungen sieht die Energieberatungsagentur eta aus Pfaffenhofen vor allem Entwicklungspotzenziale und Chancen in den Bereichen Windkraft Onshore und Offshore, Photovoltaik lokal abhängig von den weiteren Rahmenbedingungen sowie Gaskraftwerke überregional und KWK lokal. Es wurde darauf hingewiesen, dass diese Enschätzung aber sehr wesentlich von den Rahmenbedingungen am Markt abhänge; insbesondere von den gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche aktuell stark in der Diskussion stehen. Sollten sich diese Rahmenbedingungen entscheidend ändern, müsste das Energiekonzept angepasst werden und hierauf reagiert werden, so die Sachverständigen. Nach Einschätzung der Energieberatung befinden sich die Stadtwerke Dachau mit ihren bestehenden Beteiligung...

Das Wort zum Sonntag - oder: Die politische Villa Kunterbunt

Wie schön, dass Pippi Langstrumpf ein Pferd hatte und deshalb nicht auf das Auto angewiesen war - über Umgehungsstraßen musste sie sich keine Gedanken machen. In Dachau geht es bei diesem Thema hingegen politisch kunterbunt zu: OB Hartmann beerdigt am einen Tag medial die Nord-Ost-Umgehung ( http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-nordost-umfahrung-vor-dem-aus-1.2029983 ) und buddelt am nächsten Tag mit 2/3 seiner Fraktion zumindest die Ostumgehung doch wieder aus dem Grab ( http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-weiter-auf-der-nordostumfahrung-1.2031760 ). Das Bündnis für Dachau wähnt sich in Taka-Tuka-Land ( http://dubistdachau.blogspot.de/2014/07/debatte-zur-nord-ost-und-ostumgehung.html ), verwischt vor lauter literarische Begeisterung aber Realität und Fiktion: Nicht "die CSU" will die Ostumgehung, sondern alle Fraktionen mit Ausnahme der Grünen und ihr selbst, begleitet von Prof. Heinritz (SPD). Nur, um der Legendenbildung vorzubeugen... Worum ge...

Umfahrungen - Verfahrensstand

Hier mal zur besseren Veranschaulichung die geplanten Trassen: Hauptunterschied zwischen der Nord- und der Osttrasse ist, dass zwar für beide Trassen das Raumordnungsverfahren durchgeführt ist, aber nur die Ostumfahrung so weit "weitergeplant" ist, dass nunmehr das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden kann. Der Planungsstand im Norden ist also noch nicht so weit.