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Bauausschuss: im Dialog mit Bürgern zum Gewerbeflächenkonzept

Auf Antrag der CSU-Fraktion vom April 2014 hatte die Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten mögliche Flächen für neues Gewerbe im Stadtgebiet unter die Lupe genommen. Das Zwischenfazit zeigt, dass es keine Fläche gibt, die einfach zu entwickeln sein wird. 

CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Dominik Härtl plädierte daher im Ausschuss vehement dafür die Bürger an einer ergebnisoffenen Erstellung eines Konzepts für neue Gewerbeflächen teilhaben zu lassen. Diese solle ausdrücklich ohne Vorfestlegungen und unter Einbezug aller in Frage kommender Flächen durchgeführt werden. Bürgerbeteiligung ja, aber mit Einschränkungen, so der Tenor etlicher Wortbeiträge anderer Fraktionen. Dennoch folgte mit 10:5 Stimmen eine sehr breite Mehrheit dem Vorschlag der CSU. Nun wird mit externer Unterstützung der kommende Prozess vorbereitet.

Warum neues Gewerbe?
Dachau ist in den vergangenen fünfzehn Jahren um circa 10.000 Einwohner gewachsen. Die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort ist nur deutlich unterproportional mitgewachsen. Um Dachau lebendig zu halten muss auch weiterhin Wohnen und Arbeiten vor Ort möglich sein. Zudem stehen den steigenden Kosten für städtische Aufgaben keine steigenden Einnahmen der Gewerbesteuer gegenüber. Die Spirale kann nur durch mehr Einnahmen durchbrochen werden. 

Wie steht die Politik dazu?
Seit dem Antrag der CSU-Fraktion im vergangenen Jahr ist eine Diskussion in Gang gekommen. Über Fraktionsgrenzen hinweg ist die Einsicht verankert, dass die Stadt mehr Gewerbe benötigt. 

Welches Gewerbe will man ansiedeln?
Kriterien für neue Betriebe oder die Erweiterung bestehender Unternehmen muss es sein, dass qualifizierte Arbeitsplätze entstehen, die sich gewöhnlich auch in ordentlichen Gewerbesteuer Einnahmen ausdrücken. 

Wie ist Dachau als Gewerbestandort positioniert?
An der Grenze zu München, in 20 Minuten am Flughafen, im Automobildreieck München-Ingolstadt-Stuttgart gelegen, mit sehr guter Bahn- und Autobahnanbindung bietet Dachau beste Voraussetzungen. Auch Fachkräfte,  die von den Hochschul-Clustern und Top-Ausbildungsbetrieben kommen, fühlen sich wohl in einer Stadt mit hohem Freizeit- und Erholungswert.

Nun ist es an Bürgern, Politik und Verwaltung noch mehr daraus zu machen. Der Startpunkt dafür ist gesetzt.

Florian Schiller
Wirtschaftsreferent

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