Direkt zum Hauptbereich

Alle im Sommerloch oder was?

Die Dachauer SZ zitiert heute unter der Überschrift "Eine Wende in der Geschichte der Schranne" OB Hartmann (SPD) mit den Worten, dass sich der Stadtrat entschlossen habe, das gesamte Erdgeschoss der Schranne der Künstlervereinigung Dachau anzubieten. Hartmann soll der SZ mitgeteilt haben, die Ausschreibungsunterlagen für die Gastronomie würden vorbereitet werden, aber man wolle sich alle Optionen offen halten.

Da kann man nur sagn: Ja hamma denn schon wieder Sommerloch oder was?

1. Es gibt keinen entsprechenden Stadtratsbeschluss. Es sei denn von einem anderen Stadtrat als dem, in dem wir sitzen...
2. Es gibt aber sehr wohl einen unverändert bestehenden Beschluss des Kulturausschusses, der die Nutzung der Schranne mit KVD - Kleinkunstbühne - Gastronomie vorsieht.
3. Die Ausschreibung betreffend die Gastronomie in der Schranne ist bereits abgeschlossen und es liegen Bewerbungen vor. Die Bewerber werden sich freuen, wenn sie nun lesen, dass alles nur ein Witz war...

Die Stadt braucht eine gute Lösung für die KVD und eine gute Lösung für die Kleinkunstbühne samt Gastronomie. Deshalb haben es alle Bewerber für die Gastronomie verdient, dass ihre Vorschläge sauber geprüft werden. Und dann kann man weiterreden...aber eben erst dann.

Liebe SZ, bitte besser recherchieren - die größte Hitze ist doch vorbei ;-)
Lieber OB Hartmann, bitte die Dinge offiziell richtigstellen...

Und dann können alle wieder ganz entspannt den Urlaub genießen - schönen August noch!

Dr. Dominik Härtl
Fraktionsvorsitzender

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Bürger- und Volksentscheid: 2x knappes JA - 2x wenig Beteiligung - 2x fehlendes Interesse

Am 04. Juli 2010 haben die Bürger in Dachau über die Frage des " Ausstiegs der Stadtwerke aus den Kohlekraftwerksprojekten " in Lünen und Krefeld entschieden sowie auf Landesebene über die Frage eines umfassenden Rauchverbotes in öffentlichen Räumen und Gaststätten . Bei beiden Fragestellungen hielt sich die überwiegende und damit schweigende Mehrheit von Bürgerinnen und Bürgern von nahezu zwei Dritteln von der Wahlurne fern. Der verblieben Rest von einem Drittel bildete sich eine Meinung und gab diese durch Einwurf in die Wahlurne kund. Ob dies ein positives Beispiel für mehr unmittelbare Demokratie ist, soll jeder selbst beurteilen: Das Ergebnis : Bürgerentscheid: Ausstieg Kohlekraftwerksbeteiligungen Lünen  und Krefeld Volksentscheid: Effektiver Nichtraucherschutz

Das Wort zum Sonntag - oder: Die politische Villa Kunterbunt

Wie schön, dass Pippi Langstrumpf ein Pferd hatte und deshalb nicht auf das Auto angewiesen war - über Umgehungsstraßen musste sie sich keine Gedanken machen. In Dachau geht es bei diesem Thema hingegen politisch kunterbunt zu: OB Hartmann beerdigt am einen Tag medial die Nord-Ost-Umgehung ( http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-nordost-umfahrung-vor-dem-aus-1.2029983 ) und buddelt am nächsten Tag mit 2/3 seiner Fraktion zumindest die Ostumgehung doch wieder aus dem Grab ( http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-weiter-auf-der-nordostumfahrung-1.2031760 ). Das Bündnis für Dachau wähnt sich in Taka-Tuka-Land ( http://dubistdachau.blogspot.de/2014/07/debatte-zur-nord-ost-und-ostumgehung.html ), verwischt vor lauter literarische Begeisterung aber Realität und Fiktion: Nicht "die CSU" will die Ostumgehung, sondern alle Fraktionen mit Ausnahme der Grünen und ihr selbst, begleitet von Prof. Heinritz (SPD). Nur, um der Legendenbildung vorzubeugen... Worum ge...

Werkausschuss (WA) lehnt weitere Prüfung und Rechtsgutachten ab

Das Bündnis und die BI "Kontra Kohle" wollten die Frage geklärt haben , ob die feste vertragliche Bindung von 20 Jahren im Gesellschaftsvertrag zum Steinkohlekraftwerk Lünen als wirksam anzusehen ist. Ein von den Stadtwerken Dachau eingeholtes Rechtsgutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die feste Laufzeit des Vertrages als wirksam anzusehen ist. Die weit überwiegende Mehrheit des Werkausschusses (WA) lehnte mit den Stimmen von CSU, Freien Wählern, FDP und ÜB die Einholung eines weiteren Rechtsgutachtens, wie vom Bündnis beantragt, ab.