In der Sitzung am 3. Juli stimmte der
Ausschuss aus fachlicher Sicht ĂŒber die Notwendigkeit einer Ostumfahrung, sowie
einer Nordumfahrung Dachaus ab. Da das Staatliche Bauamt die Stadt ersuchte
sich zur Frage zu positionieren, ob die Ostumgehung auch in kommunaler Baulast
weitergeplant werden soll, sowie ob die Stadt dazu bereit wĂ€re die Planung fĂŒr
die Nordumfahrung auf den Weg zu bringen und dafĂŒr auch Mittel einzusetzen,
musste eine Entscheidung getroffen werden. Im Hinblick auf die Ostumfahrung
drÀngt die Zeit, da ab Herbst eine neue Kompensationsverordnung im Freistaat
Bayern in Kraft tritt, die die bisherigen Planungsunterlagen, die ĂŒber die
letzten Jahre erstellt worden waren, wĂŒrden Makulatur werden lassen.
Der OberbĂŒrgermeister, der noch am selben
Tag eindeutig gegen eine Ostumfahrung eingetreten war, gab sich in der Sitzung
zunÀchst unverbindlicher, forderte eine Westumfahrung als wirksamere
Alternative.
Als es zur Abstimmung kam, war es Konsens
unter den BefĂŒrwortern der Ostumfahrung, dass Stadt und Landkreis dieses
Vorhaben nur gemeinsam werden stemmen können. Aus Sicht der CSU-Fraktion ist es
zudem so, dass nur Ost- und Nordumfahrung als Gesamtwerk eine spĂŒrbare
Entlastung entfalten können. Daher forderte die CSU beide Vorhaben gemeinsam
mit dem Landkreis weiter zu verfolgen.
Das Ergebnis der Abstimmung ĂŒber die
Nordumfahrung lautete 8:7 Stimmen fĂŒr die WeiterfĂŒhrung der Planung. Neben den
Vertretern der CSU stimmten die BĂŒrger fĂŒr Dachau, die Freien WĂ€hler Dachau,
sowie die ĂB dafĂŒr.
Die FortfĂŒhrung der Planung fĂŒr die
Ostumfahrung fand eine deutliche Mehrheit von 11:4 Stimmen. Lediglich Prof
Heinritz (SPD), die Vertreter der GrĂŒnen, sowie des BĂŒndnis fĂŒr Dachau stimmten
dagegen.
Die BeschlĂŒsse sahen vor, dass eine
Beteiligung des Landkreises ausgelotet wird, sowie dass der Haupt- und Finanzausschuss
und der Stadtrat ĂŒber die notwendigen Mittel beraten.
Als BĂŒrger und Gemeinderat (CSU) von Hebertshausen kann ich die Entscheidung der CSU Fraktion im Stadtrat von Dachau fĂŒr die nur Ostumfahrung zu votierten nur begrĂŒĂen. Die Ostumfahrung von Dachau ist die Voraussetzung, um eine sinnvolle Anschlussstelle fĂŒr die SĂŒdumfahrung von Hebertshausen zu schaffen. Durch die kontinuierliche Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebiet in den Gemeinden des Landkreisen der letzten Jahre ist das Verkehrsaufkommen in unserer Gemeinde merklich gröĂer geworden. Da der Verkehr nicht an den Gemeidegrenzen halt macht, darf Verkehrspolitik dies ebenfalls nicht tun. Hier ist interkommunale Zusammenarbeit und der Blick fĂŒr eine Gesamtlösung gefragt. Da zu diesem Thema auch innerparteilich auf CSU Kreisebene bereits seit lĂ€ngerem immer wieder mal GesprĂ€che laufen, gehe ich davon aus, dass das Wissen um die Notwendigkeit eines sinnvollen und abgestimmten Verkehrskonzept bei der AbwĂ€gung und Entscheidungsfindung hier eine Rolle gespielt hat.
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