Direkt zum Hauptbereich

CSU kündigt Zustimmung zum Haushaltskompromiss der Fraktionsvorsitzenden an

Lange haben die Fraktionsvorsitzenden getagt und um einen Kompromiss zum Haushalt der Stadt für 2016 gerungen, nachdem der bisherige Vorschlag keine Mehrheit gefunden hatte (hier unser Bericht zum Thema). Der nunmehr auf Basis dieses Treffens überarbeitete Haushalt stimmt die CSU-Fraktion nicht euphorisch. In der Gesamtabwägung ist der Kompromiss aber einer längeren haushaltslosen Zeit vorzuziehen. Der Kompromiss sieht von den von der CSU-Fraktion kritisierten 2,5 zusätzlichen Stellen nur noch eine vor, bei diversen Baumaßnahmen wird der Rotstift angesetzt und zeitnah werden auf einer Klausur weitere Einsparungsmöglichlichkeiten festgelegt. Die CSU bleibt bei den anstehenden Abstimmungen bei ihrem Nein zu den übertriebenen Gebührenerhöhungen im Bereich Gräber und Kitas. Auf dem Treffen der Fraktionsvorsitzenden wurde zudem klar, dass eine stabile Mehrheit für zusätzliche Einsparungen nicht absehbar ist. Deshalb werden wir in der Sondersitzung des Stadtrates am 12. Januar 2016 dem erzielten Kompromiss zustimmen.

Hier unsere Presseerklärung im Wortlaut:

Der Kompromiss, der zwischen den Fraktionsvorsitzenden am vergangenen Dienstag erarbeitet wurde, wird von der CSU-Fraktion unterstützt. Im Vordergrund dieser Entscheidung steht die Verantwortung für die Stadt Dachau und die Notwendigkeit, zeitnah wieder Handlungsfähigkeit herzustellen. Gleichermaßen ist es in der vergangenen Woche aber ebenso gelungen, ein Signal zu setzen: Verantwortung für die Stadt heißt auch, zusätzliche Ausgaben zu vermeiden und Neuverschuldung zu begrenzen. Ein ‚weiter so‘ würde in der mittleren Frist sämtliche Handlungsspielräume für die Stadt nehmen. Die Fraktionen erkennen die Notwendigkeit zum sparsamen Haushalten an und es gibt bereits weitere Vorschläge, die zeitnah auf einer Klausur diskutiert werden sollen. Der Haushaltskompromiss ist also ein erster Schritt in die richtige Richtung, wenngleich das Ziel noch nicht erreicht ist.

Insofern gehört es zur Wahrheit dazu, dass sich die CSU-Fraktion in den Gesprächen nicht bei allen Kritikpunkten durchsetzen konnte: So wird das neue Amt für Sport und Soziales nun auch mit Stimmen der CSU geschaffen. Eine Blockadehaltung über mehrere Wochen wäre jedoch angesichts der Sorgen, die Vereine in Sport und Kultur teils berechtigt, teils unberechtigt derzeit umtreiben, nicht vermittelbar. Zudem hat sich auch in den Gesprächen abgezeichnet, dass eine stabile Mehrheit für die weitergehenden Vorschläge der CSU nicht abzusehen ist. Des Weiteren enthält der Kompromiss-Stellenplan nun eine reduzierte Zahl an Stellen im Vergleich zum bisher vorgelegten Haushaltsansatz: für das Bauamt entfällt eine Stelle und für das neue Amt für Sport und Soziales nochmals eine halbe Stelle. Schließlich gelang es, im Einvernehmen auch bei Bauprojekten eine stattliche sechsstellige Summe zu kürzen.

Diese Disziplin im Umgang mit dem Geld der Bürger wird die CSU-Fraktion auch in Zukunft einfordern. Sie wird im Sinne des Kämmerers hartnäckig bleiben und in jeder Sitzung und bei jedem Antrag, der diesem Prinzip zuwider läuft, den Finger in die Wunde legen.

Im kommenden Jahr wird die CSU-Fraktion zudem in den entsprechenden Abstimmungen im Stadtrat beim Nein zu überzogenen Gebührenerhöhungen für Gräber und Kitas bleiben. Stattdessen wird die Fraktion für stete, dafür aber moderate Anpassungen stimmen, um die Bürger zwar zu fordern, aber nicht zu überfordern.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Herzlichen Glückwunsch Toni Limmer!

Die Stadtratsfraktion der CSU gratulierte am Samstag dem 11.6.2016 ihrem Stadtratskollegen Anton Limmer zum Geburtstag. Außer Kaffee und Kuchen und einem sehr leckeren Abendessen gab es natürlich auch wieder viele politische Diskussionen. Auf Anregung vom Toni wurde dann auch gleich eine Ortsteilbegehung von Dachau Ost gemacht. Vor allem die Themen Erholungsflächen und Verkehr haben wir uns genauer angesehen. Es war ein schöner und interessanter Nachmittag. Aber man hat wieder gesehen, wenn so viele engagierte Politiker aufeinander treffen, geht es immer auch um unsere Heimatstadt. Anschließend haben wir aber dann ganz gemütlich den Abend bei einem Glas Wein ausklingen lassen, ganz ohne Politik ;) Noch mal, herzlichen Glückwunsch lieber Toni! Peter Strauch

Es war einmal ... so beginnen alle Märchen - dies ist aber kein Märchen

... sondern eine reale Dankes-Email im Nachgang zum Gespräch bei Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) zum Neubau "Kindergarten Dachau-Süd". Besonders Interessante Textpassagen haben wir uns erlaubt fett zu markieren. Ob sich Herr Christoph Maier, Mitinitiator des Bürgerentscheides am 18.03.2012, noch an seine Email erinnern kann? Viel Spaß beim Lesen Von: Christoph E. Maier [mailto:Christoph@CCMaier.de] Gesendet: Samstag, 6. Februar 2010 17:08 An: Peter Bürgel Stadt Dachau Cc: Angelika Riesinger; 'Annette Bieniek'; 'Christoph E. Maier'; 'Eva Kalteis'; 'Gabi Schloßbauer'; 'Heike Hein'; 'Irene Thaumüller'; 'Peter Rehm'; 'Sarah Sellschopp'; 'Silvia Würl'; 'Martina Schlüter'; 'Sonnenberger'; Axel Hannemann Betreff: Kindergarten Dachau Süd, Neubau Grüß Gott Herr Bürgel, seitens des gesamten Elternbeirats des Kindergartens Dachau Süd möchte ich mich ganz herzl...

Bürger- und Volksentscheid: 2x knappes JA - 2x wenig Beteiligung - 2x fehlendes Interesse

Am 04. Juli 2010 haben die Bürger in Dachau über die Frage des " Ausstiegs der Stadtwerke aus den Kohlekraftwerksprojekten " in Lünen und Krefeld entschieden sowie auf Landesebene über die Frage eines umfassenden Rauchverbotes in öffentlichen Räumen und Gaststätten . Bei beiden Fragestellungen hielt sich die überwiegende und damit schweigende Mehrheit von Bürgerinnen und Bürgern von nahezu zwei Dritteln von der Wahlurne fern. Der verblieben Rest von einem Drittel bildete sich eine Meinung und gab diese durch Einwurf in die Wahlurne kund. Ob dies ein positives Beispiel für mehr unmittelbare Demokratie ist, soll jeder selbst beurteilen: Das Ergebnis : Bürgerentscheid: Ausstieg Kohlekraftwerksbeteiligungen Lünen  und Krefeld Volksentscheid: Effektiver Nichtraucherschutz