Direkt zum Hauptbereich

Wechsel in der CSU-Fraktion


Die CSU-Fraktion im Dachauer Stadtrat geht mit weiteren personellen Veränderungen in das Jahr 2016: Florian Schiller folgt als Fraktionsvorsitzender auf Dr. Dominik Härtl, der aus beruflichen Gründen sein Stadtratsmandat zum Ende diesen Monats niederlegt.

 

Die Entscheidung, die Dr. Härtl nun vollzieht, ist der Fraktion bereits seit Herbst letzten Jahres bekannt: Am 5. Oktober 2015 informierte Dr. Härtl den Vorstand der CSU-Fraktion über seine Entscheidung, sein Stadtratsmandat auf Grund zunehmender beruflicher Verpflichtungen niederlegen zu wollen. Am 16. November wurde die Gesamtfraktion über diesen Schritt in Kenntnis gesetzt und man kam überein, die Veränderungen zum Jahreswechsel umzusetzen. Am 7. Dezember beriet die Fraktion über eine Nachfolgeregelung und wählte schließlich in geheimer Wahl mit 15 Stimmen, und damit einstimmig, Florian Schiller zum Nachfolger von Härtl. Die weiteren Mitglieder des Fraktionsvorstands wurden ebenfalls einstimmig bei einer Enthaltung in ihre Ämter gewählt.    

 

"Kommunalpolitik muss man mit Leidenschaft betreiben. Und diese Leidenschaft benötigt extrem viel Zeit", so formuliert es Härtl, der von 2008 bis 2014 Kulturreferent war und seit der letzten Kommunalwahl den Vorsitz der CSU-Fraktion inne hatte. In den vergangenen Monaten stellte sich heraus, dass für Härtl das Fahren „mit voller Kraft“ in Beruf und Stadtrat gleichzeitig nicht mehr möglich ist. Härtl wird in der Rechtsanwaltskanzlei Cipa Bürgel Köpf künftig mehr Verantwortung übernehmen und sich fachlich in den Bereichen Erbrecht und Mediation weiter spezialisieren. "Alles gleichzeitig geht leider nicht. In so einer Situation muss dann das Hobby gegenüber dem Beruf zurückstehen, so schwer mir dieser Schritt auch fällt", so Härtl.

 

Ab sofort wird also Florian Schiller, ebenfalls seit 2008 im Stadtrat und seit vergangenem Jahr Wirtschaftsreferent, die stärkste Fraktion im Stadtrat führen. Schiller ist 33 Jahre alt und beruflich als Einkaufsmanager tätig. Er war u.a. sechs Jahre JU-Ortsvorsitzender. Die Fraktion hat ihn für die kommenden zwei Jahre gewählt und dabei auch den Fraktionsvorstand neu aufgestellt. Ihm gehören nun mit der Sprecherin des Familien- und Sozialausschusses, Elisabeth Zimmermann und der Sprecherin des Bau- und Planungsausschusses, Gertrud Schmidt-Podolsky zwei Frauen an. Des Weiteren gehören August Haas sowie Günther Dietz als Geschäftsführer zum Team.

 

Schiller bedauert die Entscheidung Härtls, zeigt aber auch Verständnis: " Die gesamte Fraktion hat Respekt vor seiner Entscheidung. Dominik Härtl ist es durch sein großes Engagement gelungen, in der CSU-Fraktion ein konstruktives Miteinander zu schaffen. Es wird kontrovers um die besten politischen Lösungen gerungen. Dies ist ein arbeitsintensiver Prozess, der jedem ein hohes Maß an Teamfähigkeit abverlangt. Zugegeben: dabei knirscht es auch schon mal, es wird intern und nach außen hart argumentiert. Umso wichtiger ist es, dass wir dabei mit Respekt miteinander umgehen. Dafür stand Dr. Härtl und dafür werde auch ich in Zukunft stehen.“

 

Florian Schiller macht gleichzeitig deutlich, dass er die Fraktion künftig ein Stück weit anders führen wird als sein Vorgänger und die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt werden. So soll dem Fraktionsvorstand und den Ausschusssprechern mehr Gewicht gegeben werden. „Den Weggang der Kollegen Härtl und Moll sehen wir definitiv als Zäsur und wollen die Situation nun als Chance nutzen. Konstruktiver Diskurs innerhalb des Teams, klare Kante bei den großen Themen und klares Profil nach außen.“

 
Das Jahr 2016 wird für die CSU-Fraktion nach den personellen Veränderungen vor allem im Zeichen der Sachpolitik stehen: das von der Fraktion angestoßene Konzept zur Parkraumbewirtschaftung im Bahnhofsbereich wird die CSU mit ihren Mitgliedern diskutieren, bei den Themen Entwicklung MD-Gelände und Zukunft des TSV 1865 wird weiter auf zeitnahe Lösungen gepocht.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

SZ-Leserbrief: "Die Wahrheit verbogen" zur Beteiligung der Stadtwerke an Steinkohlekraftwerken

Die Initiative gegen Kohlekraftwerke verbiegt die Wahrheit. Michael Eisenmann von der Dachauer Initiative gegen Kohlekraftwerke nimmt es in seinem Leserbrief unter dem Titel 'Stadtwerke ruinieren sich selbst' leider mit der Wahrheit nicht sehr genau. Die Stadtwerke Dachau gehören mit ihrem Einstieg in die Eigenerzeugung gemeinsam mit fortschrittlichen Stadtwerken aus ganz Deutschland zu den Pionieren, die erkannt haben, dass die Abhängigkeit von den Kraftwerken der großen Energiekonzerne wie E.ON, RWE oder Vattenfall weder den Bürgern noch den Stadtwerken hilft. Daher beteiligen sich die Dachauer Stadtwerke gemeinsam mit anderen Stadtwerken an umweltfreundlichen, hocheffizienten und wirtschaftlich tragfähigen Kraftwerksprojekten im Stadtwerke-Netzwerk Trianel. Die Bilanz 2009 zeigt, dass diese Strategie erfolgreich ist. Daher wird sie auch von der breiten Mehrheit des Dachauer Stadtrates mitgetragen. Dass Michael Eisenmann, seiner Initiative und dem Bündnis für Dachau diese...

Gutes neues Jahr 2011 mit viel Gesundheit, Erfolg und Glück

wünscht die CSU Stadtratsfraktion Dachau allen Bürgerinnen und Bürgern! Ein politisch ereignisreiches Jahr geht wieder zu Ende und ein neues Jahr beginnt. Jahresrückblicke werden in allen Dachauer Medien angeboten. Ein kleines Beispiel hierfür ist der Jahresrückblick in Bildern der DachauerSZ . Wer also auf einen Jahresrückblick nicht verzichten kann, ist herzlich eingeladen, sich durch die Bilder und Themen des Jahres zu klicken.

Flotte Sprüche statt harter Fakten

Leserbrief zu den Leserbriefen der Mitglieder der 'Bürgerinitiative contra Kohlestrom': Dass Quantität nicht zwingend mit Qualität gleichzusetzen ist, zeigten die Vielzahl der Leserbriefe von BI contra Kohlestrom-Unterstützern in der Ausgabe vom 14. April. Es mag zwar berechtigte Strategie einer Bürgerinitiative sein, durch dieses 'Leserbrief-Bombardement' eine Art optische Überlegenheit zu suggerieren. Dass die zugrunde liegende inhaltliche Unterfütterung mit Argumenten eher dünn ist, kann dadurch nicht verdeckt werden. Aber wozu braucht es Argumente, wenn man auch flotte Sprüche, schiefe Landesbankvergleiche sowie die Rettung des Weltklimas liefern kann. Daher soll hier wieder an die harten Fakten erinnert werden: 1. Die BI tut so, als vertrete sie die Mehrheitsmeinung der Bürger in Dachau. Das ist schlicht und ergreifend nicht der Fall. Denn die Dachauer Bürger nehmen dieses Recht als mündige Marktteilnehmer und Stromkunden bereits jetzt selbst wahr. Von 30000 ...