Direkt zum Hauptbereich

Augustenfeld Nord Teil 2 - Planung zurück aufs Gleis gesetzt

Nachdem in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses vergangene Woche die Liste mit 29 Vorschlägen der Bürger aus dem Gebiet, pauschal zur Abstimmung gestellt, durchgefallen war, hatte der Stadtrat die Aufgabe diese Entscheidung nachzuprüfen.

Die CSU-Fraktion begrüßte diesen Schritt indem ihr Vorsitzender Florian Schiller klar machte, dass seine Fraktion zur Bürgerbeteiligung stehe und das Engagement sehr schätze. Das Nein vergangene Woche war ein Nein zur Art und Weise wie das Thema im Ausschuss behandelt wurde. Verwaltung und OB hatten das Gott sei Dank erkannt und die Sitzungsvorlage für den Stadtrat geändert. Nun ist die Rede davon, dass Alternativen entwickelt werden. Der Stadtrat entschied so auch, dass diese Alternativen vor der nächsten Runde mit den Bürgern erneut im Ausschuss beraten werden.

Wie schon vergangene Woche, so herrschte auch in der Stadtratssitzung der Eindruck, dass eine geschicktere Sitzungsleitung viele Missverständnisse und Konfusionen zum weiteren Vorgehen hätte abwenden können. Anders gesagt: der OB machte erneut keine glückliche Figur.

Die CSU machte deutlich, dass bei Fragen wie der Dichte der Bebauung, der Höhenentwicklung und auch dem Grünzug zunächst Alternativen auf dem Tisch liegen müssen. Denn ansonsten würde jeder etwas anderes unter den Planungszielen verstehen. Bevor die einzelnen Ziele zu Verkehr, Parken und Erschließung weiter beraten werden können, soll ein Verkehrs- und Erschließungskonzept entwickelt werden. Diesem Antrag von Prof. Heinritz (SPD) stimmten beinahe alle Stadträte zu.

In Sachen Parkhaus 'ja oder nein' war dennoch kontrovers diskutiert worden. Letztlich gingen die Vorstellungen weit auseinander. Bürgermeister Kai Kühnel fordert beispielsweise die Variante aufzunehmen überhaupt keine Parkplätze zu schaffen. Für die CSU sprachen sich Bürgermeisterin Schmidt-Podolsky und Fraktionsvorsitzender Schiller dafür aus, Vorschläge für ein Parkhaus mit 700 Plätzen zu machen. Ob man dem letztlich zustimmen könne, hängt davon ab, wo es die Planer situieren und wie sie es erschließen würden. Einmütigkeit herrschte darüber, dass ein Parkaus - sollte es kommen - gebührenpflichtig sein müsse.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

MD-Gelände: Wo anders ist es auch nicht anders oder besser

Wann passiert etwas auf dem MD-Gelände? Kommt die Dachauer Politik endlich voran? Wann wird es eine Entscheidung im Stadtrat geben? Fragen über Fragen - und die Politik steht da, als würde sie die große Chance auf dem MD-Gelände verschlafen und nicht fähig sein, Entscheidungen zu treffen. Aber ist es wo anders anders bzw. besser? In Kostheim bei Wiesbaden produzierte die Linde AG auf einem 11 Hektar großen Areal Kühlgeräte. Seit 2006 ist damit aber Schluss. Seitdem steht das Gelände leer. Die Stadt Wiesbaden träumt vom "Wohnen am Wasser" - kommt uns das in Dachau nicht bekannt vor. 2010 sollte der Spatenstich sein. Doch daraus wird nichts. Das Problem: Ein Investor fehlt! Mehr über den Link in der Überschrift - viel Spaß beim Lesen!

Herzlichen Glückwunsch Toni Limmer!

Die Stadtratsfraktion der CSU gratulierte am Samstag dem 11.6.2016 ihrem Stadtratskollegen Anton Limmer zum Geburtstag. Außer Kaffee und Kuchen und einem sehr leckeren Abendessen gab es natürlich auch wieder viele politische Diskussionen. Auf Anregung vom Toni wurde dann auch gleich eine Ortsteilbegehung von Dachau Ost gemacht. Vor allem die Themen Erholungsflächen und Verkehr haben wir uns genauer angesehen. Es war ein schöner und interessanter Nachmittag. Aber man hat wieder gesehen, wenn so viele engagierte Politiker aufeinander treffen, geht es immer auch um unsere Heimatstadt. Anschließend haben wir aber dann ganz gemütlich den Abend bei einem Glas Wein ausklingen lassen, ganz ohne Politik ;) Noch mal, herzlichen Glückwunsch lieber Toni! Peter Strauch

Entwicklung MD-Gelände - oder: das dauert!

Im Bauausschuss wurde die Sanierungsplanung für das MD-Gelände vorgestellt. Altlasten sind praktisch auf der gesamten Fläche vorhanden. Die wichtigsten Eckpunkte der Altlastensanierung: Kosten: ca. 30 Mio Euro (vom Eigentümer zu tragen) Dauer: bestenfalls 2, eher bis zu 4 Jahre Sämtliches ausgehobenes Material (teilweise bis zu 6 m) muss abtransportiert werden Wie die Sprecherin der CSU, Gertrud Schmidt-Podolsky, unwidersprochen zusammenfasste, wird der Abschluss der Planungen wohl noch ca. 2 Jahre dauern, erst danach wird mit der Altlastensanierung begonnen werden. Die Baukräne werden also eher in Richtung 2020 anrollen... So ganz nebenher musste OB Hartmann (SPD) damit ein zentrales Versprechen seines Wahlkampfs, dass sich auf dem MD-Gelände schnell etwas tun müsse (und werde), kassieren. Die CSU wird sich weiterhin für eine ausgewogene Nutzung auf dem MD-Gelände einsetzen, wie sie im Übrigen fast einstimmig von allen Fraktionen des letzten Stadtrats beschlossen wurde. Gut Di...