Direkt zum Hauptbereich

Stellungnahme zum Thema Gewerbeflächenerweiterung

Hier unsere Stellungnahme, die verkürzt bereits in den Lokalteilen zu finden war, im Wortlaut:



STELLUNGNAHME
Berichterstattung Gewerbeflächenentwicklungskonzept


Zwischen den Fraktionen des Dachauer Stadtrats besteht im Grundsatz Einverständnis: Dachau braucht, um auch künftig solide haushalten zu können, zusätzliche Gewerbeflächen. Die CSU-Fraktion hat deshalb bereits im April 2014 beantragt, ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept aufzustellen. Auf unseren weiteren Antrag hin werden die Ergebnisse nun im nächsten Bauausschuss am 24. März 2015 öffentlich vorgestellt.

Wo denn nun neues Gewerbe ansiedeln?
Die Entwicklung von zusätzlichen Gewerbeflächen ist kein Wohlfühlthema, zumal geeignete freie Flächen im Stadtgebiet rar gesät sind. Eine Vielzahl widerstreitender Anliegen von Anwohnern, Gewerbetreibenden, Umwelt usw. werden gegeneinander abzuwägen sein. Im Idealfall können Flächen gefunden werden, die möglichst allen oder jedenfalls vielen Interessen gerecht werden. Die CSU-Fraktion ist davon überzeugt, dass eine Gewerbeflächenentwicklung nur gemeinsam mit den Betroffenen möglich ist.

Der ehemalige Wirtschaftsreferent der Stadt Dachau, Christian Stangl (CSU), hat sich deshalb bei der letzten Besprechung der Fraktionsvorsitzenden vehement für eine Bürgerbeteiligung zu diesem Thema – vergleichbar dem Vorgehen in Karlsfeld – eingesetzt. Sein Nachfolger, Florian Schiller (CSU), teilt diese Einschätzung: „Wir brauchen einen gut konzipierten Bürgerdialog, in dem wirklich alle Interessensgruppen Gewicht haben müssen.“

Fraktionsvorsitzender Dr. Dominik Härtl: „Der Bürgerdialog darf dabei aber kein Feigenblatt sein. Er muss absolut ergebnisoffen geführt werden. Die CSU-Fraktion hat sich inhaltlich noch nicht festgelegt. Es darf auch dem Bürgerdialog keine für Gewerbe generell denkbare Fläche durch die Kommunalpolitik vorenthalten werden. Das betrifft u.a. die Fläche neben dem Seeber-Gelände.“ Und: Er muss zügig umgesetzt werden, nicht erst, wenn die ersten Firmen ihren Sitz aus Dachau wegverlagert haben.

Die CSU-Fraktion wird sich daher in den zuständigen Gremien für einen glaubwürdigen Bürgerdialog stark machen, dessen Spielräume nicht bereits im Vorfeld beschnitten werden.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Das Wort zum Sonntag - oder: Die politische Villa Kunterbunt

Wie schön, dass Pippi Langstrumpf ein Pferd hatte und deshalb nicht auf das Auto angewiesen war - über Umgehungsstraßen musste sie sich keine Gedanken machen. In Dachau geht es bei diesem Thema hingegen politisch kunterbunt zu: OB Hartmann beerdigt am einen Tag medial die Nord-Ost-Umgehung ( http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-nordost-umfahrung-vor-dem-aus-1.2029983 ) und buddelt am nächsten Tag mit 2/3 seiner Fraktion zumindest die Ostumgehung doch wieder aus dem Grab ( http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-weiter-auf-der-nordostumfahrung-1.2031760 ). Das Bündnis für Dachau wähnt sich in Taka-Tuka-Land ( http://dubistdachau.blogspot.de/2014/07/debatte-zur-nord-ost-und-ostumgehung.html ), verwischt vor lauter literarische Begeisterung aber Realität und Fiktion: Nicht "die CSU" will die Ostumgehung, sondern alle Fraktionen mit Ausnahme der Grünen und ihr selbst, begleitet von Prof. Heinritz (SPD). Nur, um der Legendenbildung vorzubeugen... Worum ge...

Umfahrungen - Verfahrensstand

Hier mal zur besseren Veranschaulichung die geplanten Trassen: Hauptunterschied zwischen der Nord- und der Osttrasse ist, dass zwar für beide Trassen das Raumordnungsverfahren durchgeführt ist, aber nur die Ostumfahrung so weit "weitergeplant" ist, dass nunmehr das Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden kann. Der Planungsstand im Norden ist also noch nicht so weit.

Stadtwerke Dachau: Energiekonzept als Leitbild

Im Werkausschuss wurde auf der letzten Sitzung das Energiekonzept vorgestellt. Dabei wurde ein Szenario als Leitbild entwickelt, welches bis zum Jahre 2025 einen Anteil an Windkraft Onshore von 35 Prozent vorsieht. Nach den aktuellen Rahmenbedingungen sieht die Energieberatungsagentur eta aus Pfaffenhofen vor allem Entwicklungspotzenziale und Chancen in den Bereichen Windkraft Onshore und Offshore, Photovoltaik lokal abhängig von den weiteren Rahmenbedingungen sowie Gaskraftwerke überregional und KWK lokal. Es wurde darauf hingewiesen, dass diese Enschätzung aber sehr wesentlich von den Rahmenbedingungen am Markt abhänge; insbesondere von den gesetzlichen Rahmenbedingungen, welche aktuell stark in der Diskussion stehen. Sollten sich diese Rahmenbedingungen entscheidend ändern, müsste das Energiekonzept angepasst werden und hierauf reagiert werden, so die Sachverständigen. Nach Einschätzung der Energieberatung befinden sich die Stadtwerke Dachau mit ihren bestehenden Beteiligung...